China geht gegen Flugblätter zu Protesten in Ägypten vor
Peking - Die chinesischen Behörden haben Menschenrechtsaktivisten an der Verteilung von Informationsblättern über die regierungskritischen Proteste in Tunesien und Ägypten gehindert.
Die Bürgerrechtler hätten versucht, die Flugblätter in Guiyang in der südwestlichen Provinz Guizhou zu verteilen, sagte der Dissident Chen Xi der Nachrichtenagentur AFP. Polizisten hätten sie jedoch mit der Begründung aufgehalten, der Zeitpunkt für die Aktion sei "unangemessen".
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Zur Entschädigung für den Druck der Flugblätter habe die Polizei 3000 Yuan (334 Euro) angeboten. Die chinesischen Behörden wollten nicht, "dass die chinesische Bevölkerung erfährt, was in Afrika vor sich geht", sagte Chen.
Die Polizei erklärte auf Anfrage, sie wisse nichts über einen derartigen Vorfall. Den chinesischen Behörden ist die Protestwelle in Ägypten suspekt, seit knapp zwei Wochen zensieren sie Diskussionsforen im Internet, die sich mit der Opposition gegen Ägyptens Staatschef Husni Mubarak beschäftigen. Am Dienstag hatten in dem nordafrikanischen Land erneut hunderttausende Menschen für einen Machtwechsel demonstriert. Die vorangegangenen Proteste in Tunesien hatten am 14. Januar zum Sturz des langjährigen Präsidenten Zine el Abidine Ben Ali geführt.
©AFP 2011
Archivfoto: Peter Parks








