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16 syrische Soldaten bei Anschlägen getötet
New York - Bei zwei Anschlägen in Syrien sind mindestens 16 Soldaten getötet worden. Zehn Soldaten seien bei der Explosion einer Bombe getötet worden, als ihr Konvoi den Ort Kansafra im Nordwesten des Landes passierte, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit.
Die staatliche Nachrichtenagentur Sana berichtete, sechs weitere Soldaten seien in einem Hinterhalt einer "bewaffneten terroristischen Bande" in Sahnaja nahe Damaskus getötet worden.
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Der Beobachtungsstelle zufolge starben zudem drei Zivilisten in der Provinz Damaskus, wo sich Regierungstruppen und Deserteure heftige Kämpfe lieferten. Allein seit Dienstag gab es nach einer Zählung der Nachrichtenagentur AFP, die auf Berichten von Menschenrechtsgruppen und syrischen Staatsmedien basiert, bei den Unruhen in Syrien mindestens 229 Tote, die meisten davon Zivilisten.
Wegen der erneuten Zunahme der Gewalt hatte die Beobachtermission der Arabischen Liga ihren Einsatz in Syrien am Samstag bis auf Weiteres ausgesetzt. Liga-Chef Nabil al-Arabi flog nach New York, wo der Resolutionsentwurf für eine Verurteilung der syrischen Regierung im UN-Sicherheitsrat überarbeitet werden sollte. Eine Verurteilung scheiterte bislang am Widerstand Russlands und Chinas. Al-Arabi erklärte, er hoffe, dass beide Länder ihre Haltung änderten, damit es für Syrien einen Weg aus der Krise geben könne.
Russland hatte den Resolutionsentwurf bereits am Freitag als "inakzeptabel" zurückgewiesen. Er überschreite die "roten Linien", die Russland nicht überschreiten werde, sagte UN-Botschafter Witali Tschurkin zur Begründung. Dazu zählen Sanktionen und ein Waffenembargo. Russland erklärte zudem, es werde keine Resolution verabschieden, in der ein Rückzug von Präsident Baschar al-Assad verlangt werde. Russland, ein langjähriger Verbündeter Syriens, blockiert zusammen mit der Vetomacht China seit Monaten eine UN-Resolution.
Unterdessen reagierte Syrien mit Bedauern auf die Entscheidung der Arabischen Liga reagiert, ihre Beobachtermission in dem Land vorerst auszusetzen. Syrien sei "überrascht" und bedauere die Entscheidung, hieß es in einer Erklärung, die die amtliche Nachrichtenagentur Sana veröffentlichte. Ein namentlich nicht genannter Regierungsvertreter warf al-Arabi vor, damit einer Forderung Katars gefolgt zu sein. Der Emir von Katar, Scheich Hamad bin Chalifa al-Thani, hatte Anfang Januar einen Militäreinsatz gegen die syrische Armee ins Spiel gebracht.
Die Entscheidung, die Beobachtermission vorerst zu stoppen, ziele darauf ab, "den Druck für eine ausländische Einmischung in syrische Angelegenheiten zu erhöhen", wurde der Regierungsvertreter in dem Bericht zitiert.
©AFP 2012
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