Barack Obama schickte Botschaft in den Iran
Washington - Im Atomstreit mit dem Iran hat US-Präsident Barack Obama offenbar eine Botschaft an das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, gerichtet.
Wie die "Washington Post" berichtet, signalisierte Obama dabei, dass die USA ein ziviles iranisches Atomprogramm akzeptieren könnten. Chamenei müsste allerdings seine Aussage belegen, dass der Iran auf keinen Fall Atomwaffen anstrebe.
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Die Botschaft habe der türkische Regierungschef Recep Tayyip Erdogan an Chamenei weitergeleitet, schrieb die "Washington Post". Ob Obama auch eine Urananreicherung des Iran für zivile Zwecke akzeptieren würde, blieb demnach unklar. Erdogan hatte Obama Ende März bei einem Gipfel zur atomaren Sicherheit im südkoreanischen Seoul getroffen.
Der Westen verdächtigt den Iran, heimlich an der Entwicklung von Atomwaffen zu arbeiten, was Teheran zurückweist. Der UN-Sicherheitsrat verhängte mehrfach Sanktionen gegen das Land. Ende kommender Woche sollen die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegenden internationalen Gespräche zum iranischen Atomprogramm wieder aufgenommen werden. Israel, das sich durch einen atomar bewaffneten Iran in seiner Existenz bedroht sieht, zieht einen Militärangriff gegen die iranischen Atomanlagen in Erwägung.
©AFP 2012
Foto: Saul Loeb







