Springflut in Nepal fordert rund 50 Todesopfer
Kathmandu - Eine plötzliche Springflut hat in Nepal ein ganzes Dorf weggeschwemmt und vermutlich fast 60 Menschen in den Tod gerissen. Es seien 15 Leichen gefunden worden, 43 Menschen würden noch vermisst, teilte die Polizei in der bei Touristen beliebten Stadt Pokhara am Annapurna-Massiv im Himalaya mit. "Die Chancen, Überlebende zu finden, tendieren gegen Null."
Der Augenzeuge Uddha Bahadur Gurung sagte der Zeitung "Kathmandu Post", viele Familien hätten am Seti-Fluss nahe von Pokhara gepicknickt und sich in den heißen Quellen entspannt, als der Fluss plötzlich angeschwollen sei. "Aus dem Nichts kam dieses ansteigende dunkle, trübe Wasser voller Trümmer und riss zahlreiche Menschen fort."
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Nur acht Menschen konnten sich aus den Wassermassen retten. Auch das Dorf Kharapani wurde bei der Flut davongespült. Wie ein Armeesprecher sagte, lösten heftige Regenfälle nahe der Quelle des Seti in den Gletschern des Himalaya einen Erdrutsch aus, der das Flussbett versperrte. Als der Damm brach, habe sich ein Schwall Wasser das Tal hinunter ergossen.
Das Ufer des Seti-Flusses ist ein bei Touristen beliebter Picknickplatz. Er liegt nahe der Stadt Pokhara, die der Ausgangspunkt von Bergtouren auf und um den 8091 Meter hohen Annapurna im Himalaya ist. Die Region um den Annapurna wird jedes Jahr von tausenden Bergsteigern aus Nepal und der ganzen Welt besucht.
©AFP 2012
Foto: Krishna Mani Baral







