Berlin - Bei der Staatsanwaltschaft Hannover sind inzwischen mehr als 100 Strafanzeigen von Bürgern gegen Bundespräsident Christian Wulff eingegangen. Binnen 24 Stunden kamen allein zehn Anzeigen hinzu, sagte Behördensprecher Hans-Jürgen Lendeckel auf Anfrage.
Die CDU warf SPD und Grünen Unglaubwürdigkeit bei ihrer Kritik an Wulff vor. Wulffs Rückhalt bei den Bürgern ist einer ARD-Umfrage zufolge stark gesunken. In den Anzeigen werden "querbeet die Vorwürfe aufgegriffen, die zuvor in den Medien berichtet worden sind", sagte Behördensprecher Lendeckel. Es bleibe aber dabei, dass die Vorwürfe vor allem im Zusammenhang mit Wulffs Hauskredit und Urlaubsreisen "weiterhin keinen strafprozessualen Anfangsverdacht begründen".