Obama will eng mit Merkel zusammenarbeiten
Los Cabos - US-Präsident Barack Obama hat sich nach einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) positiv zu den europäischen Krisenmaßnahmen geäußert.
"Der Präsident war ermutigt durch das, was er über die laufenden Diskussionen in Europa über die Wege zur Krisenbewältigung gehört hat", teilte ein Sprecher Obamas nach dem Gespräch am Rande des G-20-Gipfels im mexikanischen Los Cabos mit. Obama und Merkel vereinbarten demnach, "eng zusammenzuarbeiten, um in Europa und weltweit das Nötige für eine Stabilisierung der Lage sowie für Wachstum und Arbeitsplätze zu tun".
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Aus deutschen Regierungskreisen hieß es, Deutschland und die USA setzten unter anderem auf eine engere Zusammenarbeit in Europa zur Überwindung der Krise. Obama und Merkel seien sich einig gewesen, "dass weitere Schritte zur politischen Integration notwendig sind". Die ursprünglich auf 30 Minuten angesetzte Begegnung kurz vor dem offiziellen Beginn des G-20-Treffens dauerte 45 Minuten.
Obama wollte am Abend außerdem während eines Sondertreffens mit den in Los Cabos vertretenen EU-Staaten beraten. Zu den führenden Industrie- und Schwellenländern der Welt (G-20) gehören neben den USA europäische Staaten wie Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Italien sowie Schwellenländer wie Russland, Brasilien, China und Indien.
Der US-Präsident, der sich im November zur Wiederwahl stellt, fürchtet Ansteckungsgefahren durch die Schuldenkrise in Europa und verlangte von den Euro-Staaten in den vergangenen Monaten wiederholt mehr Einsatz zur Ankurbelung des Wachstums.
Bei einem Treffen mit dem G-20-Gastgeber, Mexikos Präsident Felipe Calderón, zeigte sich Obama "sehr besorgt" über das sich abschwächende globale Wirtschaftswachstum. Der US-Präsident rief die Gipfelteilnehmer auf, dafür zu sorgen, dass "die Wirtschaft wächst, die Situation sich stabilisiert, das Vertrauen in die Märkte zurückkehrt und den Menschen die Chance zum Erfolg durch Arbeit gegeben wird".
Merkel und andere EU-Vertreter wehren sich dagegen, die Verantwortung für die Weltwirtschaft allein bei den Europäern zu suchen. Die Bundeskanzlerin betonte in Los Cabos, die Bemühungen um Wachstum und Beschäftigung stünden "ganz oben" auf der Agenda des zweitägigen Gipfels. Dazu werde aber "jeder Kontinent" seinen Beitrag leisten müssen. Die Europäer würden ihre Probleme "entschlossen angehen". Dazu gehörten Strukturreformen, Haushaltskonsolidierung und Wachstumsimpulse. Dies solle beim EU-Gipfel Ende Juni im Detail vereinbart werden.
©AFP 2012
Foto: Yuri Cortez







