Tunis - Aus den Wahlen zur verfassunggebenden Versammlung in Tunesien ist die islamistische Ennahda-Partei mit großem Vorsprung als stärkste Kraft hervorgegangen. Die Ennahda erhält nach dem amtlichen Endergebnis 90 der 217 Sitze.
In Sidi Bouzid, wo der Arabische Frühling seinen Ausgang nahm, gab es gewalttätige Proteste, in der Hautpstadt Tunis Hupkonzerte und Jubel. Die Ennahda ist mangels absoluter Mehrheit auf die Zusammenarbeit mit anderen Parteien angewiesen. Zweitplatziert ist der Kongress für die Republik (CPR) mit 30 Sitzen, gefolgt von der linksgerichteten Ettakatol-Partei mit 21 Mandaten.