Goldmedaille für Kugelstoßer David Storl
Helsinki - Starker Arm, schnelles Bein, zweites Gold: Zehn Monate nach dem WM-Coup von Daegu hat David Storl seine Titelsammlung fortgesetzt. Mit 21,58 m, der drittbesten Weite seiner jungen Karriere, wurde der 21-Jährige in Helsinki Kugelstoß-Europameister.
"Nun will ich bei Olympia in London einen raushauen. 22 Meter müssen es sein, um die anderen zu schlagen, vielleicht reicht auch diese Weite noch nicht", sagte der sächsische Hüne, der in der Schnelligkeit beim Angleiten seinen großen Trumpf hat.
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In einer Konkurrenz ohne Polens Olympiasieger Tomasz Majewski (in diesem Jahr 21,60 m), in der Marco Fortes (Portugal) der einzige 21-m-Gegner war, wurde Storl weit weniger gefordert als noch im März bei der Hallen-WM. Dort hatte der frühere Junioren-Weltmeister trotz seiner Steigerung auf 21,88 m am Ende nur Silber hinter dem auf 22,00 m verbesserten US-Amerikaner Ryan Whiting gewonnen. Er steigerte dabei seine Bestmarke vom WM-Sieg in Südkorea um 10 Zentimeter.
In Helsinki schraubte der Bundespolizist seine Saisonbestleistung (21,13) im ersten Versuch auf 21,19 m und hatte das Gold fast schon in der Tasche. Ein weiter Stoß im zweiten Durchgang war wie zwei andere Versuche ungültig, auf den letzten Stoß verzichtete er. Doch im dritten Durchgang legte der Chemnitzer 1,99-m-Mann gut einen Meter Abstand zur Konkurrenz. 21,58 bedeuten 2012 Rang fünf in der Welt. Rutger Smith (Niederlande), der sich Stunden zuvor noch für das Diskus-Finale am Samstag qualifiziert hatte, gewann Silber (20,55), der Serbe Asmir Kolasinac (20,36) Bronze.
©AFP 2012
Foto: Jonathan Nackstrand







