Mittwoch, 08. September 2010
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Bundespräsident und Bundeskanzlerin in Duisburg: Gedenkfeier für Opfer der Loveparade-Katastrophe

Trauer und Wut im TunnelDuisburg - Eine Woche nach der Massenpanik auf der Duisburger Loveparade gedenken das Land Nordrhein-Westfalen und die Kirchen heute der 21 Todesopfer. An dem Gottesdienst in der Duisburger Salvatorkirche nehmen Bundespräsident Christian Wulff und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) teil.

Wegen der vielen erwarteten Besucher wird die Gedenkfeier auf Großleinwände ins Duisburger Fußballstadion und auf dessen Vorplatz übertragen. Nicht teilnehmen wird der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU), der auch in der eigenen Partei in der Kritik steht.

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Den Trauergottesdienst leiten der Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Nikolaus Schneider, und der Essener Bischof Franz-Josef Overbeck. Zu den Mitwirkenden zählen auch Rettungskräfte und Polizisten.

Sauerland will dagegen nicht an dem Gottesdienst teilnehmen. Ein Stadtsprecher hatte zur Begründung gesagt, der OB wolle "die Gefühle der Angehörigen nicht verletzen und mit seiner Anwesenheit nicht provozieren".

Der Vorsitzende des Bundestagsinnenausschusses, Wolfgang Bosbach (CDU), hatte Sauerland im ZDF den Rücktritt nahegelegt. Nächsten Mittwoch will sich der Innenausschuss des nordrhein-westfälischen Landtages mit dem Unglück befassen. Sauerland hatte eine Mitschuld am tödlichen Ausgang der Loveparade von sich gewiesen und erklärt, er habe keine Genehmigung unterschrieben. Einen Rückritt lehnt er bisher ab.

Bei der Massenpanik auf der Loveparade waren am vergangenen Samstag 21 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt worden. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft Duisburg und der Polizei Köln haben inzwischen alle Beamte der Ermittlungsgruppe in Köln ihre Arbeit aufgenommen. In den vergangenen Tagen sei bereits eine große Zahl von Hinweisen ausgewertet worden, die die Ermittler aus ganz Deutschland erreicht hätten.

©AFP 2010
Foto: Roland Weihrauch

 

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