Verdacht der Steuerhinterziehung - DFB Zentrale durchsucht
Frankfurt am Main - Razzia in der DFB-Zentrale: Steuerfahnder haben den Sitz des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) in Frankfurt am Main durchsucht. Der DFB bestätigte eine entsprechende Meldung des "Express" und erklärte, die Beamten seien gekommen, um "Einsicht in Unterlagen aus dem Schiedsrichterbereich zu nehmen".
Hintergrund der Maßnahme sei nach Angaben der Steuerbeamten "der Verdacht, dass in der Vergangenheit Schiedsrichter ihre Einnahmen möglicherweise nicht ordnungsgemäß versteuert haben". DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach erklärte, Ziel der Fahndung sei eindeutig nicht der Verband selbst.
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"Es gibt keinerlei Vorwürfe gegen den DFB. Wir werden die Steuerbeamten bei den Ermittlungen selbstverständlich mit all unseren Möglichkeiten unterstützen. Die korrekte Versteuerung seiner Einnahmen obliegt jedem Schiedsrichter selbst."
Laut "Express" sollen mehrere Bundesliga-Schiedsrichter ihre Einnahmen aus Testspielen nicht ordnungsgemäß versteuert haben. Auch bei einem Bundesliga-Schiedsrichter aus München fand eine Hausdurchsuchung statt. Das bestätigte der Referee, der namentlich nicht genannt werden wollte, dem Sport-Informations-Dienst (SID). Nach SID-Informationen prüften die Steuerfahnder vor allem die Gewerbesteuerabgaben ab dem Jahr 2009 sowie die Fahrtenbücher.
Völlig überrascht zeigten sich der DFB-Schiedsrichterboss Herbert Fandel sowie Lutz Wagner, Mitglied der DFB-Schiedsrichter-Kommission. "Wir warten jetzt erst einmal die Ermittlungen ab", sagte Fandel. Wagner betonte: "Für uns ist es derzeit noch unmöglich, etwas Konkretes zu dieser Thematik zu sagen. Grundsätzlich ist aber jeder Schiedsrichter selbst für die Abgabe seiner Steuern zuständig."
©AFP 2011
Archivfoto: John Macdougall








