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Philipp Rösler soll die FDP auf Kurs bringen
Berlin - Vor dem Dreikönigstreffen der FDP in Stuttgart haben führende Liberale von Parteichef Philipp Rösler eine klare Kursbestimmung gefordert.
Rösler habe auf dem Treffen "die Chance, die Partei inhaltlich klar zu positionieren und ihr Profil zu schärfen", sagte Vize-Parteichefin Birgit Homburger der "Welt". Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel (FDP) rief die Liberalen auf, den Parteichef zu stützen.
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Die seit Monaten in den Umfragen unter der Fünf-Prozent-Hürde verharrende FDP hatte mit dem Mitgliederentscheid für die Euro-Rettungspakete eine tiefere Krise der schwarz-gelben Koalition abgewendet. Der überraschende Rücktritt von Generalsekretär Christian Lindner belastet aber weiter die Liberalen.
Auf dem Dreikönigstreffen steckt die Parteispitze traditionell den Fahrplan für das neue Jahr ab. Als Redner vorgesehen sind am Freitag neben Rösler der neue Generalsekretär Patrick Döring, die baden-württembergische Landesvorsitzende Birgit Homburger und Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel.
Homburger forderte Rösler in der "Welt" auf, das Erscheinungsbild der FDP zu verbessern. "Wir brauchen Geschlossenheit und solide, seriöse Sacharbeit." Sie widersprach der Einschätzung Dörings, Rösler sei kein Kämpfer. "Ich habe schon oft genug erlebt, dass Philipp Rösler erfolgreich kämpfen kann", sagte sie. Döring hatte Rösler zuvor als "Wegmoderierer" charakterisiert und damit Verärgerung in der Parteiführung ausgelöst. Inzwischen betonte Döring, dass er Röslers moderierenden Ansatz für eine Stärke und nicht für eine Schwäche halte.
Rösler müsse angesichts der anhaltend schwachen Umfragewerte Themen für die FDP setzen, sagte der schleswig-holsteinische Landesvorsitzende Heiner Garg der "Financial Times Deutschland". "Viel Zeit" habe der Parteichef dazu nicht mehr, fügte er mit Blick auf die Wahl in seinem Bundesland im Mai hinzu.
Auch der schleswig-holsteinische Fraktionschef Wolfgang Kubicki äußerte die Erwartung, dass Rösler die Partei in Stuttgart neu aufstellen werde. "Ein 'Weiter so' darf es nicht geben", sagte Kubicki der "Passauer Neuen Presse". Die FDP wolle wieder respektiert und geachtet werden, sagte Kubicki dem Schweswig-Holsteinischen Zeitungsverlag. "Das Schlimmste, was der FDP passieren kann, ist, dass man Mitleid mit ihr hat."
Niebel forderte die Partei auf, sich in Stuttgart hinter Rösler zu stellen. Die Liberalen müssten auf dem Dreikönigstreffen den "Turnaround" - die Trendwende - einleiten, sagte Niebel der "Bild". Die Botschaft müsse sein: "Wir sind wieder da. Wir haben aufgehört, uns mit uns selbst zu beschäftigen."
©AFP 2012
Foto: Michael Kappeler








