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Islamisten gewinnen Wahl in Ägypten
Kairo - Die islamistischen Parteien haben bei den Parlamentswahlen in Ägypten mehr als zwei Drittel der Mandate gewonnen.
Nach den offiziellen Ergebnissen konnte die Partei der Freiheit und Gerechtigkeit, die aus der Muslimbruderschaft hervorging, 47 Prozent der Stimmen auf sich vereinen; sie ist künftig mit 235 Abgeordneten im Parlament vertreten. Auf die salafistische Nur-Partei entfielen 24 Prozent der Stimmen, sie kommt auf 121 der 498 Sitze.
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Die liberale Wafd-Partei kam bei den ersten Wahlen seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak vor knapp einem Jahr auf neun Prozent der Stimmen. Auf den Ägyptischen Block, eine Vereinigung liberaler laizistischer Gruppen, entfielen sieben Prozent der Stimmen. Die Partei der Freiheit und Gerechtigkeit hatte bereits angekündigt, ihren Generalsekretär Saad al-Katatni als Präsidenten des Abgeordnetenhauses zu nominieren.
Die Wahlen waren seit Ende November in mehreren Etappen und Durchgängen abgehalten worden. Ende Januar beginnt die Abstimmung über den Senat, die zweite Parlamentskammer. Beide Häuser sollen dann eine Verfassunggebende Versammlung einrichten. Präsidentschaftswahlen sollen schließlich noch vor Ende Juni stattfinden, ein genaues Datum steht aber noch nicht fest.
Mubarak war am 11. Februar 2011 unter dem Druck wochenlanger Proteste zurückgetreten. Das Militär hatte daraufhin die Macht in Ägypten übernommen. Sobald ein neues Staatsoberhaupt gewählt ist, will die Armee die Macht an eine zivile Regierung übergeben.
©AFP 2012
Foto: Khaled Desouki








