Schwarzarbeit in Deutschland boomt
Berlin - Etwa jeder Zehnte in Deutschland zwischen 18 und 74 Jahren arbeitet laut einer Studie schwarz. Die Zahl der Arbeitsstunden, für die am Finanzamt vorbei Geld verdient wird, geht aber zurück, wie aus einer Studie des Wirtschaftsweisen Lars Feld hervorgeht.
Demnach verringerte sich der durchschnittliche Zeitaufwand für Schwarzarbeit von 2001 bis 2008 von acht auf fünf Stunden in der Woche. Aktuellere Zahlen nennt die Studie des Freiburger Wirtschaftsprofessors Feld nicht.
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Der Anteil der Schwarzarbeit an der regulären Wirtschaft nahm der Untersuchung zufolge aus mehreren Gründen ab. Zum einen habe die Reform der Minijobs und die Einführung der sogenannten Midi-Jobs den Anreiz zur Steuerhinterziehung gesenkt, heißt es in der Studie. Weitere Gründe seien stärkere Kontrollen und höhere Strafen zum Beispiel auf Baustellen sowie gesunkene Steuern auf Arbeitseinkünfte und "bessere Beschäftigungsmöglichkeiten in der regulären Wirtschaft".
Nach aktuelleren Studien des Tübinger Instituts für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) geht die Schwarzarbeit in Deutschland seit Ende der Wirtschaftskrise 2009 wegen der konjunkturellen Entwicklung und der günstigen Entwicklung am Arbeitsmarkt zurück. Wegen der Einführung des Mindestlohns in der Zeitarbeitsbranche zum Jahresbeginn könne sich der Trend aber abschwächen, hatte das IAW im Januar erklärt.
©AFP 2012
Archivfoto: Michael Reichel








