Salafistengruppe Millatu Ibrahim verboten
Berlin - Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) hat die salafistische Vereinigung Millatu Ibrahim verboten. Dies sagte Friedrich in Berlin. Am frühen Morgen fand zudem in sieben Bundesländern eine Großrazzia gegen salafistische Organisationen statt.
Es gebe "Maßnahmen" gegen drei Organisationen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums der Nachrichtenagentur AFP. Insgesamt würden etwa 70 Gebäude durchsucht. Die Schwerpunkte des Einsatzes lagen demnach in Nordrhein-Westfalen und Hessen.
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Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger bezeichnete die auch in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Berlin und Bayern stattfindenden Einsätze als "Beleg für ein entschlossenes Vorgehen der Sicherheitsbehörden im gemeinsamen Kampf gegen gefährliche Extremisten". "Wir erhöhen konsequent den Druck auf die Salafisten und gehen entschieden gegen ihre demokratiefeindliche Agitation vor", erklärte er in Düsseldorf.
Salafisten sind Anhänger einer fundamentalistischen Strömung des Islams. Sie streben nach Erkenntnissen der Sicherheitsbehörden einen islamischen Gottesstaat an, der mit der westlichen Demokratie unvereinbar ist. In Deutschland hatten Salafisten zuletzt vor allem mit der Verteilung kostenloser Exemplare des Korans für Aufsehen gesorgt.
©AFP 2012
Archivfoto: Britta Pedersen







