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Arbeitsagentur führt elektronische Akten ein

Hinweisschild zur Agentur für ArbeitNürnberg - Die Bundesagentur für Arbeit (BA) will künftig weitgehend auf Papier verzichten und stellt auf elektronische Akten um. Hierzu werden in den kommenden Monaten bundesweit Millionen Papierakten der Arbeitslosen-Versicherung und Familienkassen digitalisiert, wie eine BA-Sprecherin in Nürnberg sagte.

Demnach ist auch eine Umstellung in den Jobcentern geplant, die für Hartz-IV-Empfänger zuständig sind. Europaweit gebe es kein in der Größenordnung vergleichbares Projekt einer Verwaltung oder Behörde zur Umstellung auf die papierlose Dokumentation, sagte die BA-Sprecherin.

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Laut BA gibt es in den Arbeitsagenturen in Deutschland rund 22,2 Millionen Akten aus der Arbeitsvermittlung, täglich kommen 260.000 neue Dokumente hinzu. Bei den Familienkassen, die für das Kindergeld zuständig sind, seien es 13,2 Millionen Akten mit täglich 140.000 neuen Dokumenten.

Wann die elektronische Erfassung der Akten der Jobcenter in Angriff genommen werde, sei noch nicht klar, sagte die BA-Sprecherin. Die Akten aus der Vermittlung Langzeit-Arbeitsloser seien oft umfangreicher. Deswegen gebe es hierfür "noch keinen Zeitplan".

Die Arbeitsagentur erhofft sich durch die Digitalisierung der Akten die Einsparung von "einem dreistelligen Millionenbetrag" jährlich, sagte die BA-Sprecherin. Die Verwaltung solle verschlankt werden. Durch die Digitalisierung werde es einfacher, wenn Sachbearbeiter Akten untereinander austauschen wollten. Dokumente müssen bisher zum Teil aufwändig per Post versandt werden. Dies entfalle künftig.

Das Einscannen der Dokumente übernehme die Deutsche Post, sagte die BA-Sprecherin. Die Datenerfassung erfolge in zehn Service-Zentren in gesamten Bundesgebiet. Dort stünden entsprechende Hochgeschwindigkeits-Scanner für die Bearbeitung der teils umfangreichen Papieraktien. Künftig wird demnach auch die täglich eingehende Post eingescannt und Leistungsbeziehern zugeordnet. Die elektronisch erfassten Daten werden dann an die BA übertragen, zuständigen BA-Mitarbeitern zugeordnet und auch archiviert.

Der Digitalisierung der Dokumente für die Nutzung in den bundesweit 176 Arbeitsagenturen und 610 Geschäftsstellen war ein Testprojekt in Thüringen und Sachsen-Anhalt vorausgegangen. Dieses Projekt wird nun von der BA bundesweit ausgerollt.

©AFP 2012
Foto: Jens Kalaene

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