Rewe verzichtet auf angebliche Bio-Plastiktüten
Köln - Nach heftiger Kritik von Umweltschützern an angeblich biologisch abbaubaren Plastiktüten hat der Einzelhandelskonzern Rewe deren Verkauf vorläufig eingestellt.
Der Verkauf der Plastiktüten aus Mineralöl und pflanzlichen Rohstoffen werde ausgesetzt, bis neue Erkenntnisse zu ihrer Kompostierbarkeit vorlägen, erklärte ein Rewe-Sprecher. "Mit diesem Schritt wollen wir dafür sorgen, dass es bei unseren Kunden nicht zu Verunsicherung über die tatsächliche Umweltverträglichkeit dieser Tragetaschen kommt."
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Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hatte am Mittwoch kritisiert, dass die von großen Supermarkt-Ketten angebotenen Bioplastik-Tüten nach den verfügbaren Verfahren in Deutschland nicht kompostierbar seien. Der Rewe-Sprecher betonte, das Unternehmen habe mit der Einführung der Tragetaschen einen Beitrag zur sparsameren Verwendung fossiler Ressourcen leisten wollen.
Einen Fragenkatalog der DUH zu den Bioplastiktüten habe Rewe in der Hoffnung auf eine "sachliche Diskussion" bereitwillig beantwortet. Er warf den Umweltschützern vor, die Informationen stattdessen zur Verunsicherung der Verbraucher benutzt zu haben.
©AFP 2012
Foto: Jens Kalaene











