Deutsche Firma baut Schutzhülle um AKW Tschernobyl
Koblenz - Ein Unternehmen aus Rheinland-Pfalz liefert die Innen- und Außenhülle des neuen Schutzmantels um den Katastrophen-Reaktor von Tschernobyl.
Wie der Gebäudehüllen-Spezialist Kalzip am Firmensitz Koblenz mitteilte, erhielt das Unternehmen Ende März den Zuschlag für die Bauteile aus Edelstahl. Die Auslieferung der Materialien in die Ukraine habe bereits begonnen. Geliefert würden zudem Maschinen für die Herstellung von Bauteilen direkt vor Ort.
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Der nach dem Unglück am 26. April 1986 zur Eindämmung der radioaktiven Strahlung errichtete Beton-Sarkophag über dem zerstörten Reaktor war über die Jahre brüchig geworden. Die Regierung der Ukraine hatte deswegen eine neue Schutzhülle in Auftrag gegeben. Der Auftrag ging 2007 an das französische Konsortium Novarka. Kalzip ist nun am Bau der Stahlhülle direkt beteiligt.
Geplant ist eine 29.000 Tonnen schwere, bogenförmige Metallkonstruktion über dem bisherigen Sarkophag mit 105 Metern Höhe, 150 Metern Länge und 257 Metern Spannweite. Diese soll 2015 fertiggestellt werden. Kalzip gehört zum indischen Stahlkonzern Tata, einem der größten Unternehmen der Branche weltweit. Die Koblenzer Firma ist auf die Herstellung von Gebäudehüllen aus Metall spezialisiert.
©AFP 2012
Archivfoto: Sergei Supinsky












