Verstaatlichte Hypo Real Estate soll verkauft werden
Berlin - Rund drei Jahre nach der Verstaatlichung der Hypo Real Estate (HRE) startet der Bund den Versuch, die Krisenbank und ihre Töchter wieder zu privatisieren.
Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums bestätigte einen Bericht der "Financial Times Deutschland", wonach bereits EU-weit Verkaufsberater gesucht werden, die auf solche Geschäfte spezialisiert sind. In der Regel sind dies Investmentbanken.
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Die HRE hatte in der Finanzkrise vor der Pleite gestanden. Der Konzern wurde deshalb im Jahr 2009 verstaatlicht, um einen Zusammenbruch des gesamten Bankensystems zu verhindern. Faule Wertpapiere wurden in eine sogenannte Bad Bank ausgelagert. Der Staat ist immer noch Alleineigentümer der HRE.
Die EU-Kommission hatte die staatlichen Milliardenhilfen in Höhe von insgesamt rund 175 Milliarden Euro im vergangenen Sommer genehmigt. Im Gegenzug für die Hilfen muss sich die Bank aber weiter radikal umbauen. Den Plan dazu genehmigte die EU-Kommission ebenfalls. Die HRE und ihre Kernbank, die Deutsche Pfandbriefbank, werden dazu deutlich verkleinert. Der HRE-Konzern muss sich zudem aus allen Geschäftsaktivitäten außer der Pfandbriefbank zurückziehen.
Das Bundesfinanzministerium beauftragte nun die Finanzmarktstabilisierungsanstalt (FSMA), für den Verkauf drei bis zehn Berater zu suchen, wie der Sprecher bestätigte. Die Bewerber müssten zunächst in einem Wettbewerb ihre Qualifikationen für Geschäfte nachweisen. Danach unterbreiten sie ihre Angebote dafür, den Verkauf der HRE zu organisieren, also nach Investoren zu suchen.
©AFP 2012
Foto: Rainer Jensen











