Deutsche Wirtschaft boomt - Euro-Zone schrammt knapp an Rezession vorbei
Wiesbaden/Luxemburg - Die deutsche Wirtschaft befindet sich wieder auf Wachstumskurs, die Euro-Zone ist dagegen einer Rezession knapp entgangen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg in Deutschland im ersten Quartal 2012 deutlich um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte.
Die Wirtschaft in den 17 Ländern der Währungsunion verzeichnete im ersten Quartal laut der EU-Statistikbehörde Eurostat ein sogenanntes Nullwachstum von 0,0 Prozent. Die Furcht vor einer Rezession, also einem über zwei Quartale schrumpfenden BIP, hat sich damit in Deutschland nicht bewahrheitet.
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Im vierten Quartal 2011 war das BIP um 0,2 Prozent geschrumpft. Zum Wachstum trug den Statistikern zufolge vor allem der Export bei, der nach vorläufigen Berechnungen anders als die Importe zum Jahresbeginn gestiegen sei. Außerdem wurde im Inland mehr konsumiert, was den Rückgang der Investitionen zum Teil wieder wettmachte.
Im Vorquartal hatte die Wirtschaftsleistung der Euro-Zone noch um 0,3 Prozent abgenommen. Von Rezession wird nach gängiger Definition gesprochen, wenn die Wirtschaftsleistung zwei Quartale in Folge schrumpft.
Der neue französische Präsident François Hollande startet derweil mit schwachen Wachstumszahlen in seine Amtszeit. Das französische Statistikinstitut Insee verzeichnete im ersten Quartal ein Nullwachstum. Als Gründe für die Entwicklung nannte Insee die schwache Kauflaune der Haushalte, zurückgehende Investitionen und Exporte.
Für das vierte Quartal 2011 korrigierte Insee das Wachstum von 0,2 Prozent auf 0,1 Prozent des Bruttoinlandsproduktes herunter, der Jahresdurchschnitt 2011 liegt aber weiterhin bei 1,7 Prozent. Hollande geht ebenso wie die EU-Kommission davon aus, dass die Wirtschaft in Frankreich im gesamten Jahr 2012 um 0,5 Prozent wächst.
©AFP 2012
Foto: Christian Charisius











