IWF-Chefin Lagarde sieht globale Wirtschaftsprobleme
Tokio - Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, sieht die weltweite Wirtschaft vor wachsenden Problemen. Der IWF werde angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage seine Wachstumsprognose bald senken, kündigte Lagarde in der japanischen Hauptstadt Tokio an.
"Die Aussichten sind in den vergangenen Monaten leider beunruhigender geworden", sagte die IWF-Chefin. Dies gelte "nicht nur in Europa oder in den USA, sondern auch in zahlreichen Schlüssel-Schwellenländern: Brasilien, China, Indien". Zudem begrüßte Lagarde "wichtige Schritte" zur Eindämmung der EU-Schuldenkrise.
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In einer Rede in Tokio nannte Lagarde vor allem die Ergebnisse des jüngsten EU-Gipfels in Brüssel vergangene Woche sowie die Senkung des Leitzinses für die Euro-Zone. Dennoch müsse aus Sicht des IWF "noch mehr getan werden".
Beim EU-Gipfel vergangene Woche hatten besonders Spanien und Italien Druck auf Deutschland ausgeübt und erreicht, dass der künftige Euro-Krisenfonds ESM auch direkt Kapital an angeschlagene Banken vergeben kann. Zudem sollen Krisenländer Hilfskredite ohne allzu strenge Auflagen erhalten dürfen. Auch wurde ein EU-Wachstumspakt in Höhe von 120 Milliarden Euro beschlossen. Lagarde bezeichnete die Beschlüsse als "wichtige Schritte in die richtige Richtung". Dies sei "ermutigend".
Der IWF sagt derzeit ein weltweites Ansteigen des Bruttoinlandsproduktes (BIP) um 3,5 Prozent im laufenden Jahr voraus. Für Deutschland rechnet der IWF der Prognose vom April zufolge mit einem Wachstum von 0,6 Prozent.
©AFP 2012
Foto: Toshifumi Kitamura











