Wieder Autos in Berlin ausgebrannt
Berlin - Die dritte Nacht in Folge haben erneut Autos in verschiedenen Stadtteilen Berlins gebrannt. Zwischen Mitternacht und 2.30 Uhr zündeten Unbekannte neun Fahrzeuge in den Stadtteilen Charlottenburg, Tiergarten und Neu-Hohenschönhausen an, wie die Polizei mitteilte.
Drei weitere Fahrzeuge wurden beschädigt, als die Flammen auf sie übergriffen. Damit legten die Brandstifter seit Wochenbeginn an 35 Autos in der Hauptstadt Feuer.
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Seit Jahresbeginn wurden 157 Wagen angezündet, rund 90 Fahrzeuge, die neben diesen standen, wurden ebenfalls beschädigt oder brannten vollständig aus. Im Vorjahr waren 54 Wagen in Brand gesteckt und 17 benachbarte Autos beschädigt worden.
Polizei und Staatsanwaltschaft setzten mittlerweile eine Belohnung von 5000 Euro für Hinweise auf die Täter aus. Innensenator Ehrhart Körting (SPD) lehnte aber die Bildung einer Sonderkommission ab, weil das Landeskriminalamt bereits eine eigene Abteilung für die Brandstiftungen habe.
Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) sprach sich derweil dafür aus, im Kampf gegen die Auto-Brandstifter die Bundespolizei und Beamte aus anderen Bundesländern in der Hauptstadt einzusetzen. Die Beamten sollten "mindestens sechs Monate" die Berliner Kollegen unterstützen, sagte GdP-Chef Michael Purper der "Berliner Morgenpost". Die Hilfe sei notwendig, weil der Berliner Senat in den vergangenen zehn Jahren rund 4000 Polizisten eingespart habe.
Dadurch stünden "heute nur noch rund 15.000 voll einsetzbare Beamte für Gesamt-Berlin zur Verfügung". Im Jahr 1990 seien es allein in West-Berlin 22.000 gewesen.
©AFP 2011
Foto: Britta Pedersen





