Mandelas Ur-Enkelin bei Unfall nach WM-Konzert getötet
Johannesburg - Eine 13 Jahre alte Ur-Enkelin von Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela ist nach dem WM-Eröffnungskonzert im Orlando-Stadion von Johannesburg bei einem Unfall ums Leben gekommen. Zenani Mandela sei nach dem Konzert auf dem Weg nach Hause gewesen, als sich der Unfall ereignete, teilte das Büro des früheren Präsidenten Südafrikas mit.
Kurze Zeit später gab die Polizei bekannt, dass der Fahrer des Unfallwagens festgenommen worden sei. 30.000 Zuschauer hatten der Veranstaltung mit vielen nationalen und internationalen Künstlern beigewohnt.
Heute beginnt die erste WM-Endrunde auf dem afrikanischen Kontinent mit dem Eröffnungsspiel zwischen Südafrika und Mexiko (16.00 Uhr/ARD und Sky live). Der 91-jährige Nelson Mandela wollte an der Eröffnungsfeier vor dem Auftaktmatch teilnehmen. Zenani war eine der insgesamt neun Ur-Enkel des ersten schwarzen Präsidenten Südafrikas. Am Mittwoch hatte sie ihren 13. Geburtstag gefeiert.
Der Fahrer des Unfallwagens werde möglicherweise wegen Totschlags angeklagt werden, sagte Polizeisprecherin Noxolo Kweza der Nachrichtenagentur AFP. Den Angaben zufolge war Zenani Mandela mit der Ex-Frau des Ex-Präsidenten, Winnie Madikizela-Mandela, in dem Fahrzeug, als es sich auf einer Autobahn in Johannesburg überschlug. Der Unfall ereignete sich nach Mitternacht. Unklar war zunächst, ob Winnie Madikizela-Mandela auch verletzt wurde.
Bei dem dreistündigen Konzert am Vorabend des WM-Eröffnungsspiels zwischen Gastgeber Südafrika und Mexiko traten unter anderem Shakira, Alicia Keys, Juanes, Angelique Kidjo, Amadou & Mariam, BLK JKS, The Parlotones, Tinariwen, Vieux Farka Toure, Hugh Masekela und Vusi Mahlasela, die Chöre Mzansi Youth aus Soweto und Soweto Gospel und der afrikanische Hip-Hip-Musiker K'NAAN auf.
Drei britische Touristen waren am Tag vor dem Eröffnungsspiel bei einem Busunfall im Nordosten Südafrikas getötet worden. Zwei Frauen waren gleich tödlich verletzt worden, ein männlicher Passagier erlag Stunden später seinen schweren Verletzungen. Der schwer verletzte Brite war über 400 Kilometer mit dem Rettungswagen ins Krankenhaus der WM-Stadt Nelspruit gebracht worden. Weitere 20 Menschen wurden verletzt.
©AFP 2010
Foto: Debbie Yazbek







