Spaniens König wegen Elefantenjagd in Bedrängnis
Madrid - Nach einem umstrittenen Ausflug des spanischen Monarchen zur Elefantenjagd in Botsuana haben zehntausende Spanier König Juan Carlos aufgefordert, die Ehrenpräsidentschaft der spanischen Sektion der Tierschutzorganisation WWF niederzulegen.
Bis Montag unterzeichneten bereits 40.000 Menschen eine entsprechende Online-Petition. Der WWF kündigte eine Stellungnahme zu dem Thema an. Juan Carlos liegt weiterhin in einem Madrider Krankenhaus, wo er sich von einer Hüftoperation erholt.
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Nach Medizinerangaben hatte sich der 74-Jährige am Freitag in Botsuana die Hüfte gebrochen. Der Palast bestätigte zwar nicht, dass der König zur Elefantenjagd in dem afrikanischen Land war, dementierte entsprechende Berichte jedoch auch nicht.
Tierschützerin Brigitte Bardot zeigte sich in einem offenen Brief an Juan Carlos "entsetzt und schockiert" über dessen Elefanten-Safari. Ein solches Verhalten sei "unanständig, abstoßend und unwürdig" für eine Persönlichkeit von dessen Rang, schrieb die Schauspielerin in einem von ihrer Stiftung veröffentlichten Brief. Damit sei der Monarch "nicht mehr wert als ein Wilderer" und mache sich zur "Schande Spaniens".
Juan Carlos ist begeisterter Jäger. 2009 stellte ein Gericht ein Verfahren gegen die Autoren einer Karikatur ein, die den König während eines Jagdausflugs nach Russland zeigte, wo er einen betrunkenen Zirkusbären abgeschossen haben soll.
Der Skandal kommt für das spanische Königshaus zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Juan Carlos' Schwiegersohn Iñaki Urdangarín steht im Verdacht, öffentliche Mittel in Millionenhöhe veruntreut zu haben.
©AFP 2012
Foto: Rafa Rivas






