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Schiffsunglück vor Italien - 4200 Menschen evakuiert
Rom - Nach dem Schiffsunglück vor der Westküste Italiens in der Nacht haben die Behörden die Zahl "gesicherter" Todesfälle am Morgen auf drei nach unten korrigiert.
Es gebe nach dem jüngsten Informationsstand drei Tote und 14 Verletzte, erklärte der Präfekt von Grossetto, Giuseppe Linardi. Zuvor war von bis zu acht Toten die Rede gewesen. Die zu hohen Angaben erklärte Linardi mit Schwierigkeiten bei der Koordinierung der Rettungskräfte.
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Die 290 Meter lange "Costa Concordia" war am Freitagabend gegen 20 Uhr zwischen Giglio und der südlichen Toskana auf Grund gelaufen. An Bord sollen mehr als 4200 Menschen, darunter auch rund 500 Deutsche sowie tausend Italiener und 150 Franzosen, gewesen sein. Das Schiff war zuvor nach Angaben des Betreibers in Civitavecchia nahe Rom zu einer Mittelmeerkreuzfahrt aufgebrochen und sollte nach Palermo, Cagliari, Palma de Mallorca, Barcelona und Marseille fahren.
Das Schiff liege um etwa 20 Grad zur Seite geneigt an der Unglücksstelle, zudem dringe Wasser ein, hieß es in einer Erklärung der Küstenwache. Laut Berichten italienischer Medien sprangen einige Passagiere nach dem Auflaufen des Schiffs ins Meer. Ein 70-Jähriger erlitt demnach in dem kalten Wasser einen Herzinfarkt und starb. Über die Unglücksursache machten die Behörden und die Betreibergesellschaft bislang keine Angaben.
An der Rettung der Passagiere und der Besatzung beteiligten sich den Presseberichten zufolge mehrere andere Schiffe, die in der Region unterwegs gewesen seien, darunter vor allem Fähren. Helikopter mit starken Scheinwerfern hätten die Wasseroberfläche abgesucht.
Ein geretteter Passagier sagte ANSA, er habe einen lauten Knall gehört. Zunächst sei dann von Problemen mit der Elektrik die Rede gewesen, bevor eine Anweisung zum Anlegen von Rettungswesten ergangen sei. Ein Frau sagte, sie habe sich "wie auf der Titanic" gefühlt, als das Schiff zur Abendessenszeit Schlagseite bekommen habe.
©AFP 2012
Foto: Stringer









