Rechtsextreme in neuen Medien auf dem Vormarsch
Berlin - Rechtsextreme nutzen zur Verbreitung ihrer Propaganda immer stärker Internet-Plattformen wie Facebook, Youtube und Twitter.
Im vergangenen Jahr gab es insgesamt 629 Hinweise anderer Internetnutzer auf rechtsextreme Aktivitäten in diesen Angeboten, wie die von den Bundesländern ins Leben gerufene Organisation jugendschutz.net in Berlin mitteilte. Damit habe sich die Zahl der Beschwerden über Angebote auf diesen Seiten von 2008 bis 2011 mehr als verdreifacht.
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Besonders stark wuchsen den Angaben zufolge die Aktivitäten von Rechtsextremen im Kurznachrichtendienst Twitter: Dort verdoppelte sich nahezu die Zahl der von Rechtsextremen betriebenen Kanäle binnen einen Jahres von 73 auf 141.
Wie der Jahresbericht von jugendschutz.net ferner ergab, führte die dem Zwickauer Neonazi-Trio zugeschriebene Mordserie zu einer Vielzahl von Interneteinträgen. Binnen drei Wochen nach Beginn der Berichterstattung über die zehn Morde habe es alleine im von Rechtsextremen betriebenen Thiazi-Forum mehr als 1500 Postings gegeben, die unter anderem den rechtsextremen Terror bezweifelten, die Gewalttaten guthießen und die Opfer verhöhnten.
©AFP 2012
Foto: Ted Aljibe







