.SPD - Besuch des neuen DRK-Seniorenheimes
Kreis Lippe/Lemgo. Die Seniorenheime des Kreises Lippe sollen sich zumindest teilweise neu aufstellen. Das fordert die SPD-Kreistagsfraktion in einem Antrag an den Betriebsausschuss. Dabei haben die Sozialdemokraten neue Wohnformen für ältere Menschen im Blick, wie ihr Fraktionsvorsitzender und Landratskandidat Kurt Kalkreuter erläutert.Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion nahmen jetzt am Lemgoer Spiegelberg beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) ein Beispiel für alternative Wohnformen in Augenschein. Petra Meersschaert, Geschäftsführerin Ambulante Pflege beim DRK Lippe, führte die SPD-Delegation durch ein neues DRK-Haus mit 13 Wohneinheiten.
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Das Haus habe kaum noch Heimcharakter, erläuterte Meersschaert. Es biete den Bewohnern breite Möglichkeiten zur individuellen Lebensgestaltung mit eigenen abgeschlossenen Wohnungen. Trotzdem sei eine Rund-um-die-Uhr-Betreuung sichergestellt. Ein Gemeinschaftsbereich mit Küche biete aber auch Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung zusammen mit anderen Bewohnern. Ein Demenz-Garten gehöre ebenfalls zu dem Haus, das auch dank des Engagements von Angehörigen erfolgreich arbeite.
Für Kurt Kalkreuter und die SPD wird stationäre Altenpflege, wie sie die kreiseigenen Heime betreiben, auch in Zukunft unverzichtbar sein. Er stelle deshalb die Einrichtungen in Detmold, Lemgo, Blomberg und Oesterholz keineswegs in Frage. „Aber das Angebot muss weiter entwickelt werden. Die Wünsche vieler Betroffenen und ihrer Angehörigen haben sich in den vergangenen Jahren gewandelt. Es werden häufig mehr individuelle Freiräume erwartet und die Möglichkeit, Pflegedienstleistungen nach Bedarf individuell und zusätzlich einzukaufen. Dieser Entwicklung müssen sich die Einrichtungen des Kreises stärker öffnen.“ Darin sieht der SPD-Landratskandidat auch einen Weg, die Zukunft der Kreis-Seniorenheime zu sichern und das sechsstellige Defizit in diesem Bereich abzubauen.
Der Besuch beim DRK umfasste noch weitere Themen. Kreisgeschäftsführer Michael Güttler und sein Stellvertreter Jürgen Puhlmann berichteten über eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Kreis Lippe in der Familien- und Erziehungshilfe. Probleme bereiteten dagegen die Finanzierungsregelungen des Landesgesetzes „KIBIZ“ in den Kitas. Viel Lob von den Sozialdemokraten gab es für die Ehrenamtler beim Roten Kreuz. Insgesamt gebe es rund 1.000 ehrenamtliche Helfer beim DRK-Lippe erläuterte Güttler. Allein im Katastrophenschutz leisteten 300 Aktive im Jahr mehr als 50.000 Arbeitsstunden.
Bildzeile:
Neue Wohnformen im Alter: SPD-Landratskandidat Kurt Kalkreuter (rechts) und Mitglieder der SPD-Kreistagsfraktion informierten sich zu diesem Thema beim Roten Kreuz in Lemgo.
Weitere Infos auch auf der Homepage der SPD in Lippe
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