Feuerwehrmann von Giftschlange gebissen
Lemgo. Nach einem Brand wurde ein Feuerwehrmann von einer Nordamerikanische Kupferkopfotter gebissen. Glücklicherweise konnte der gebissene Feuerwehrmann nach ca. 24h stündiger intensiv-medizinischer Beobachtung und Betreung das Klinik Lippe-Lemgo wieder verlassen. Der u.a. vorsorglich gelegte Zentrale Venenkatheter, als auch das im Notfall einzufliegende Gegengift, wurden erfreulicher Weise nicht benötigt.
Eine erhebliche Reaktion auf das Schlangen-Gift hat nicht stattgefunden, ein Großteil des Giftes der Schlange scheint durch den Handschuh aufgefangen worden zu sein. Gebissen wurde der 39-jährige Feuerwehmann im Rahmen von Aufräumarbeiten nach einem Wohnungsbrand. Die Schlange des Wohnungsinhabers hatte den Brand unbeschadet - jedoch sehr gut versteckt - in ihrem Terrarium überstanden.
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Der Bericht der Feuerwehr:
Ein Autofahrer bemerkte beim befahren der Herforder Straße in Richtung Lemgo das aus einem Gebäude im 1. OG Rauch aus dem Fenster kam. Daraufhin setzte er einen Notruf ab, infolge dessen die Leitstelle Lippe die Feuerwehr Lemgo und den Rettungsdienst unter dem Alarmstichwort „Mittelbrand kritisch“ alarmierte.
Dem kurz darauf an der Einsatzstelle eingetroffenen Löschfahrzeug (HLF 20) stellte sich folgende Situation. Im Obergeschoss eines Wohnhauses hatte im Wohnbereich ein Terrarium Feuer gefangen. Das Feuer hatte sich auf den darunter befindlichen Schrank ausgebreitet, wurde dann aber von den Bewohnern bemerkt und noch während die Feuerwehr auf der Anfahrt war abgelöscht. So kam die Rückmeldung durch den Einsatzleiter, dass das Feuer gelöscht sei, der Rettungsdienst sich um den Bewohner kümmerte, welcher bei den Löscharbeiten doch recht viel Brandgase eingeatmet hatte und infolge dessen in Klinikum Lippe Lemgo zur Untersuchung gebracht wurde. Weitere Einsatzkräfte waren an der Einsatzstelle nicht erforderlich. Lediglich das Brandgut musste aus der Wohnung getragen werden. Welche Gefahr davon ausging stellte sich Sekunden später heraus, als ein Kamerad beim ausräumen des Brandgutes durch ein Giftschlange gebissen wurde, welche das Feuer in dem Terrarium überlebt und sich versteckt hatte.
Der Einsatzleiter informierte hierüber die Leistelle, welche daraufhin ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und einen RTW zur Einsatzstelle alarmierte. Unterdessen kam vom Halter der Schlange die Info, das es sich um eine Nordamerikanische Kupferkopfotter handelte, deren Gift bei einem Erwachsenen nicht tödlich wirkt aber auch nicht gerade ungefährlich ist.
Der Kamerad wurde vor Ort durch den Arzt versorgt und dann auf die Intensivstation ins Klinikum Lippe Lemgo gebracht wo er die nächsten 24 Stunden unter medizinischer Beobachtung stehen wird.
Feuerwehr Lemgo
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