SA 28.01. - "Russisches Konzert": „Winterträume“ mit „Petruschka“
Bad Salzuflen (Kreis Lippe) - Das Bestreben, auf der Basis der viersätzigen Form ein eindeutig russisches Werk zu schaffen, ist in der ersten Sinfonie (opus 13) „Winterträume“ von Peter Iljitsch Tschaikowsky zu verspüren, die am Samstag, 28. Januar 2012, um 19:30 Uhr in der Konzerthalle im Kurpark von Bad Salzuflen von der Nordwestdeutschen Philharmonie im Rahmen der städtischen Reihe der Sinfoniekonzerte erklingen wird.
Zum Auftakt der Reihe im neuen Jahr wird es ein rein „russisches Konzert“ geben, denn neben der Tschaikowsky-Sinfonie wird auch die Orchestersuite „Petruschka“ von Igor Strawinsky gespielt. Am Pult des Orchesters steht als Gast Paul Mann. Karten im Vorverkauf gibt es an der Theaterkasse der Kurverwaltung, Telefon 0 52 22 / 183-200, und bei der Bürgerberatung im Rathaus.
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Alles in allem ist Tschaikowskis symphonischer Erstling ein Werk, in dem sich allenthalben der spätere Meister ankündigt. Bedeutungsschwere Sentimentalität und wilde Temperamentsausbrüche sind bereits ebenso zu finden wie große und pathetische Gesten, lang gezogene Kantilenen, exquisite harmonische Wendungen, tänzerische Eleganz und ein turbulenter, gelegentlich lärmender Schlusssatz. So verwundert es nicht, wenn über dieses Werk gesagt wurde: Der Komponist „offenbarte uns die tief(e) romantische, russische Seele“.
Strawinskys „Petruschka“ sollte 1912 eigentlich ein Konzert für Klavier und Orchester werden, aber da der Komponist mit dem „Feuervogel“ (1910) als Ballettkomponist bekannt geworden war, wurde es dann doch ein Ballett. Erst nach den Kriegswirren entstand 1947 auch eine Orchestersuite, die bei diesem Konzert gespielt werden wird. Es geht um den klassischen russischen Mitleidshelden, die lebendige Marionette Petruschka, die auf Jahrmärkten zur Schau gestellt wird und sich in eine Tänzerin verliebt. Strawinskys Musik bedient sich der Leitmotivtechnik, so dass beinahe jeder Situation ein eigenes Thema mit eigener Instrumentierung zugeordnet wird.
Dirigent Paul Mann gilt als einer der talentiertesten jungen britischen Dirigenten. Er wurde in England als Pianist und Dirigent ausgebildet und wurde nach dem Gewinn des renommierten Donatella Flick Dirigier-Wettbewerb an bekannte Häuser in den USA, Europa, Japan, Australien und Südamerika verpflichtet. 2005 wurde er Chefdirigent des „Odense Symphony Orchestra“ und hat seither mit weiteren renommierten Orchestern als Gast gearbeitet.
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