FR 03.02. - Klaviat(o)ur: Klaviermusik aus 116 Jahren
Detmold (Kreis Lippe) - Am Freitag, den 03. Februar 2012, beginnt um 19:00 Uhr in der Aula der Johannes-Brahms-Schule ein Klavierabend, den drei Studenten der Hochschule für Musik gestalten. Damit geht für Timo Dusel, Stephan Dick und Stephan Schmidt ein einjähriges Praktikum zu Ende, das sie seit Beginn des Sommersemesters 2011 an der Musikschule bei verschiedenen Klavierlehrern absolvieren.
Das Konzert ist gewissermaßen eine Generalprobe für das künstlerische Vorspiel im Rahmen ihrer Abschlussprüfung an der Hochschule, zu der außerdem noch Unterrichts-Lehrproben und ein Kolloquium gehören.
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Insgesamt gesehen wird an diesem Abend ein Bogen von etwas mehr als einem Jahrhundert Klaviermusikgeschichte geschlagen, der mit einer der mittleren Sonaten von Ludwig van Beethoven aus dem Jahr 1800/01 beginnt. Es ist die Klaviersonate op. 26 in As-dur, bei der Beethoven von der damals üblichen Satzfolge abweicht und mit einem Variationssatz beginnt. Ganz im Sinne der damaligen Tradition sind hingegen die ebenfalls auf dem Programm stehenden Bagatellen, kleine Charakterstücke meist sehr unterhaltsamen Inhalts.
Mit Chopin und Liszt folgen dann zwei typisch romantische Klavierkomponisten, einerseits vertreten mit den Nocturnes in Des-dur und c-moll, andererseits durch das Werk „Sposalizio“ aus den „Anneés de pèlerinage“. Bis zu den 1893 geschriebenen Klavierstücken op. 118 von Johannes Brahms ist es dann ein größerer zeitlicher Sprung. Stilistisch gesehen sind die daraus gespielten Stücke Intermezzo und Ballade jedoch Beethoven näher als die nur 16 Jahre später entstandenen Préludes von Claude Debussy. Aus dem ersten Heft werden zu hören sein „La Cathédrale engloutie“ und „Minstrels“.
Den Abschluss sowohl des zeitlichen Kaleidoskops als auch des Konzerts bildet dann die Suite op. 14 von Béla Bartók. Diese Kompositionsform hat ihre Wurzeln in einer sehr frühen Phase der Klaviermusik. Anders als viele seiner Zeitgenossen belebt Bartók sie allerdings nicht durch die Einbindung von Modetänzen seiner Zeit, sondern gibt ihr allein durch die für ihn typische Tonsprache Aktualität und Lebendigkeit.
Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.










