Der Kunstverein Lemgo präsentiert sein aktuelles Jahresprogramm
Lemgo (Kreis Lippe) - Vielfältig ist das Ausstellungsprogramm 2012 der Städtischen Galerie Eichenmüllerhaus in Lemgo. In neun Ausstellungen wird im Jahresverlauf Kunst der Genres Objekt/ Skulptur, Malerei, Zeichnung, Installation und Fotografie zu sehen sein.
In 33 von 52 Wochen im Jahr können die Besucher der Galerie sich auf Kunst und KünstlerInnen einlassen, neue Blickwinkel entdecken und das Eichenmüllerhaus immer wieder anders erleben. Neben sieben Ausstellungen des Kunstvereins Lemgo, der Alten Hansestadt Lemgo sowie der Staff Stiftung Lemgo als ständiger Partnerin und Unterstützerin zeigen auch der Lippische Künstlerbund und die Lippische Gesellschaft für Kunst ihre jährliche Ausstellung im Eichenmüllerhaus.
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Bereits am Sonntag, 29.01.2012 (Dauer bis 26.02.2012), eröffnet die Bremer Künstlerin Sabine Straßburger ihre Ausstellung, in der sie konkrete Malerei präsentiert. Neben der analytisch-konzeptionellen Ebene, die der Betrachter auf den ersten Blick wahrnimmt, spielt aber auch eine sinnlich-poetische Ebene eine große Rolle.
In der folgenden Ausstellung vom 04.03. bis 01.04.2012 zeigt Ingo Mittelstaedt – derzeitiger Stipendiat für Junge Kunst – seine Abschlussausstellung „Spectre“ am Ende des einjährigen Aufenthaltes in Lemgo. Seine Fotografien greifen die malerische Gestaltung eines Bildes auf, setzen sich mit Farbe, Fläche und Linie auseinander und existieren durch Einspiegelungen, Verzerrungen und Reflexionen letztlich nur als Illusion.
Am 22.04.2012 (bis 20.05.2012) wird die Ausstellung von Heike Jeschonnek eröffnet. Unter dem Titel „Verloren in der Unendlichkeit des Seins“ präsentiert die Künstlerin Bilder aus gefärbtem Wachs, wobei sie mehrere hauchdünne Schichten Parrafin auf den Bildgrund aufträgt, diese jeweils färbt, ritzt und überlagert. So entstehen räumliche Werke, deren Schichten sich zu lebendigen, zeichnerischen Motiven verbinden.
Die folgende Ausstellung „Der sezierte Raum“ von Christine Sabel erweitert wieder einmal das breite Spektrum der Galerie Eichenmüllerhaus, denn es werden zum ersten Mal Glasskulpturen ausgestellt. An dem transparenten Raum reizt die Künstlerin die Durchsichtigkeit und die sich daraus je nach Standort ergebenden immer neuen Ansichten und Eindrücke. Das bevorzugt verwendete Flachglas wird von Sabel sandgestrahlt und mit Siebdruck oder Off-Set-Folie bearbeitet. Zusehen ist die Ausstellung vom 03.06. bis 01.07.2012.
Nach der Sommerpause wird am 19.08.2012 (bis 16.09.2012) die zweite Ausstellungsphase mit der Ausstellung „ÜberallAndere!“ von Markus Keuler eröffnet. Gezeigt werden (über-) lebensgroße Holzskulpturen mit starker körperlicher Präsenz im Raum und zum Betrachter. „Die offensichtliche Ähnlichkeit der Figuren zu Menschen mit Down-Syndrom ist dabei zwar nicht entscheidend, ermöglicht aber das Gewahrwerden von Unterschieden – von Vertrautheit und Fremdheit. Dieses Gewahrwerden kann „das, was ich mir bin“ in Frage stellen.“ (Klaus Beverungen)
Die beiden folgenden Ausstellungen werden vom Lippischen Künstlerbund und der Lippischen Gesellschaft für Kunst bestritten. Vom 23.09. bis 14.10.2012 zeigen KünstlerInnen des Lippischen Künstlerbundes ihre Jahresausstellung im Eichenmüllerhaus unter dem Titel „Positionen 2012 Perspektiven“. Anschließend stellt die Lippische Gesellschaft für Kunst in ihrem Jubiläumsjahr Werke von Tony Cragg und seinen SchülerInnen aus. Die Ausstellung wird am 21.10.2012 eröffnet und ist bis zum 18.11.2012 zu sehen.
Die Abschlussausstellung des Jahres 2012 präsentiert wieder der Kunstverein Lemgo und die Alte Hansestadt Lemgo. Vom 25.11. bis 23.12.2012 wird die Ausstellung „Im Klang der Stille“ von Hans Wesker zu sehen und zu hören sein. Denn diese besondere Ausstellung wird sich unter anderem mit Raum-Klang-Installationen beschäftigen. Zum Beispiel können die Besucher in den „Hortus Conclusus“, einen 3 x 3 x 3 m großen Klangraum, eintauchen. Daneben sind kleine Papierarbeiten und großformatige Bilder zu sehen.
Wie in jedem Jahr wird der Kunstverein für seine Mitglieder und Freunde der Galerie eine Sonderveranstaltung durchführen. Das diesjährige Werkstattgespräch findet am 29. April statt und wird eine Symbiose aus Musik und Bildhauerei zum Thema haben. Unterstützt wird die Veranstaltung durch die Staff Stiftung Lemgo und die Sparkasse Lemgo.
Bild:
Gerhard Wellmer, José Kastler, Werner Hielscher, Jens Hoffmann
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