Nilgänse sind in Lemgo angekommen
Lemgo (Kreis Lippe) - Wer derzeit das schöne Wetter zur einem Radausflug im Begatal entlang der Bahnlinie von Lemgo nach Voßheide nutzt sollte nach Empfehlung von Willi Hennebrüder von der Lemgoer Ortsgruppe im Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland stets ein Fernglas dabei haben.
Mit etwas Glück kann man dort etwas sehr Ungewöhnliches beobachten: Ein Paar Nilgänse mit insgesamt 7 Jungen war am Wochenende auf einer Ackerfläche unterwegs. Für Lemgo ist ein solches Brutpaar schon eine Sensation.
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Ursprünglich war die Nilgans in fast ganz Afrika außer den extremen Trockengebieten beheimatet. Freilebende Brutpopulationen der Nilgans gab es in Großbritannien bereits gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war diese Population auf vierhundert bis fünfhundert Individuen angewachsen.
Seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts erfolgt eine rasante Ausbreitung von Nilgänsen von einer aus den Niederlanden stammenden, wohl durch Aussetzungen und durch entfleuchte Tiere gebildeten Population. Diese Ausbreitungswelle erfolgt entlang des Rheins und seiner Nebenflüsse und hat inzwischen offensichtlich auch Lippe erreicht. Die Erfahrungen aus anderen Regionen zeigen, dass die Nilgans wohl in naher Zukunft zu den Selbstverständlichkeiten in Lippe gehören wird, so die Vermutung des BUND Lemgo. Allerdings sind die Nilgänse recht scheu und von daher die Empfehlung ein Fernglas mit zu nehmen.
Bild oben:
Die Jungvögel ducken sich direkt weg wenn man etwas näher kommt und waren dann sehr schnell mit der Mutter in der Bega verschwunden.
Bild unten:
Nilganspaar (beide Fotos: BUND Lemgo)
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