DI 22.05. - Versammlung Aktionskreis FREIE SENNE
Schlangen (Kreis Lippe) - Der Aktionskreis FREIE SENNE lädt alle Interessierten zu seiner nächsten Versammlung ein: Dienstag, 22. Mai 2012, um 19:30 Uhr im Gasthof Zur Rose, Paderborner Str. 26 in Schlangen.
In den vierteljährlichen Versammlungen des Aktionskreises treffen sich Naturschützer, Friedensbewegte und Bewohner aus den Anrainergemeinden des Truppenübungsplatzes Senne. Sie organisieren gemeinsam Aktionen und Projekte gegen die militärische Nutzung der Senne.
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Thema des Abends:
Giftcocktail auf dem Truppenübungsplatz
Ergebnisse der Erkundungsreisen durch die Senne
„Die Senne ist zu schön und zu wichtig für die Region, als dass wir sie den Militärs überlassen sollten“, mit diesen Worten verabschiedete Hartmut Linne für den Aktionskreis FREIE SENNE einhundertzwanzig an der Senne interessierte Menschen, die im April 2012 an zwei Busrundfahrten über den Truppenübungsplatz Senne teilgenommen hatten.
Unter der sachkundigen Leitung von Bernhard Krewet aus Bad Lippspringe hatten sie die Auswirkungen der militärischen Nutzung der Senne in Augenschein genommen. Deutlich war die Naturzerstörung zu sehen: asbestverseuchte Baracken und frühere Lagerstätten für Atomgranaten, die wegen möglicher Bodenverseuchung selbst von Soldaten nicht betreten werden dürfen.
Besonders ins Auge fielen die Verwüstungen auf den über zwanzig Schießbahnen: auf den Wällen, die die Geschosse auffangen sollen, wächst kein Gras mehr, seltsam weiß ist ihre Farbe. Bundesweite Untersuchungen von Truppenübungsplätzen zeigen auf, dass auf Schießbahnen sich ein giftiger Cocktail aus chemischen Rückstände von Gefechtsköpfen und Granaten ablagert: Blei, Hexogen, Octogen, Kupfer, Arsen, Barium, Chrom, Kadmium, Quecksilber, Selen, Silber, etc..
Wo genau sich die Schießbahnen befinden - das soll am 22. Mai auf eine Karte des Truppenübungsplatzes Senne eingetragen werden. Zudem wird ein Fragenkatalog zu den Schadstoffen in der Senne erstellt: Fragen, die Anwohner des Truppenübungsplatzes dann öffentlich in ihren Gemeinden stellen können. Fragen auch zu den Rauchmitteln und zur Signalmunition, die bei den Übungen in den vier Kampfdörfern eingesetzt werden.
Diese Spezialmunition bereitet nach Aussagen von Wissenschaftlern besondere Umweltprobleme: Rauchmittel bestehen zumeist aus einem Gemisch von Zink mit polychlorierten Kohlenwasserstoffen und beim Einsatz von Signalmunition werden oft Phosphon- und Phosphorsäure sowie weißer Phosphor freigesetzt.
Bisher veröffentlichte Berichte des Aktionskreises
Hier gibt es Nachrichten aus der Gemeinde Schlangen und ihren Ortsteilen









