Verdi beschädigt Image von Kliniken und Kreissenioreneinrichtungen
Kreis Lippe - Empört zeigt sich Landrat Friedel Heuwinkel über das derzeitige Verhalten von Verdi in Bezug auf die Klinikum Lippe GmbH und die Kreissenioreneinrichtungen.
„Es kann nicht sein, dass eine Gewerkschaft derart Unruhe in der Mitarbeiterschaft stiftet und diese gegen Kreis- und Klinikumspitze aufhetzt“, betont Heuwinkel. „Verdi behindert eine sachliche Diskussion über die Entwicklung unserer Kliniken und Seniorenheime und beschädigt das Image der Einrichtungen damit nachhaltig“, ist sich der Landrat sicher.
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Die Gewerkschaft stelle mit ihren Äußerungen und Aktionen, die teilweise weit unter die Gürtellinie gingen, alle bisherigen Gesundheitsstrukturen in Lippe in Frage: „Wenn jemand den Weg in eine Privatisierung der Einrichtungen bereite, dann ist es Verdi selbst“, unterstreicht Heuwinkel.
„Wer die bisher einvernehmlich getroffenen Entscheidungen der vergangenen Jahre zum Wohl unserer Einrichtungen in ein solch schlechtes Licht stellt und Patienten mit ihrer Schwarzmalerei aus den lippischen Häusern vergrault, muss sich nicht wundern, wenn wir irgendwann nicht mehr wirtschaftlich arbeiten können“.
Der Kreis wolle die Aufgaben auch weiterhin in kommunaler Trägerschaft wahrnehmen. Den Vorwurf Verdis, hinter verschlossener Tür Personalentscheidungen treffen zu wollen, weist Heuwinkel vehement zurück: „In der Veranstaltung werden keinerlei Entscheidungen getroffen. Es handelt sich um eine reine Info-Veranstaltung, in der Potentiale der Gesundheitsregion Lippe, aber auch Risiken aufgezeigt werden, die es zu analysieren gilt“.
Das könne doch nur im Sinne von Verdi sein. Wie auch in den Gesellschafterversammlungen und Aufsichtsräten des Klinikums und der Senioreneinrichtungen üblich, findet diese unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. „Veränderungen im Gesundheitswesen haben wir immer intensiv mit der Öffentlichkeit diskutiert“, erinnert der Landrat. Ein Beispiel dafür sei der Standort Bad Salzuflen gewesen. „An dieser Philosophie wird uns auch Verdi nicht hindern“.
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