29.+30.06. - Symposium von Nationalpark-Gegnern
Detmold/Düsseldorf (Kreis Lippe) - Am kommenden Wochenende (29./30. Juni) treffen sich in Detmold-Berlebeck acht Bürgerbewegungen, Aktionsbündnisse und Verbände aus ganz Deutschland, die sich in ihren jeweiligen Bundesländern gegen Nationalpark- und Biosphärengründungen oder deren Folgen engagieren.
Die rot-grünen Landesregierungen in NRW, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz treiben derzeit die Planung und Ausweisung von Nationalparks voran.
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Gegen die Pläne gibt es breiten regionalen Widerstand, den die jeweiligen Landesregierungen mit millionenschweren Planungs- und Marketingkosten zu brechen versuchen. Man wolle den Erfahrungsaustausch zwischen den Aktionsbündnissen verbessern und von den jeweiligen Erfahrungen lernen, so die Organisatoren zum Ziel des Treffens.
Als Ort habe man sich bewusst für Detmold-Berlebeck entschieden, um auch ein Zeichen zu setzen gegen den dort geplanten Nationalpark Teutoburger Wald. "Dieses Projekt sei ein Beispiel für die ideologische Verbohrtheit, mit der zur Zeit Nationalparkgründungen von rot-grünen Landesregierungen vorangetrieben werden", so der Mitorganisator Ralph Gerdes von der Bürgerbewegung Unser Teutoburger Wald. Obwohl es bislang weder eine fachlich geeignete Kulisse noch einen parlamentarischen Beschluss für den Nationalpark gebe, habe der Umweltminister ein Nationalparkbüro eröffnet, Mitarbeiter bereitgestellt und verursache Planungs- und Marketingkosten in Millionenhöhe. Dabei gebe es gegen das Projekt einen breiten regionalen Widerstand sowie das Veto von privaten Flächeneigentümern.
Auch eine stets zugesagte Bürgerbefragung versuche der zuständige Minister zu umgehen. Wie im Teutoburger Wald werde auch an anderen Stellen versucht, wider besseres fachliches Wissen und unter Umgehung regionaler Interessen Nationalparke oder Biosphärenreservate zu gründen, an Stellen, wo es wie im Teutoburger Wald, aus Sicht der Gegner geeignetere Formen des Umweltschutzes wie Naturparks oder FFH-Schutzgebiete gebe. "Die", so Gerdes, "wolle man wieder verstärkt in die Debatte führen und ihre Möglichkeiten für den Naturschutz erläutern."
So habe neben der nachhaltigen Pflege durch private Waldbesitzer, der bestehende Naturpark zu dem hervorragenden naturfachlichen Zustand des Teutoburger Waldes beigetragen. Diesen Zustand zu ändern, diene rein dem Prestigedenken des zuständigen Umweltministers sowie Naturschutzverbänden wie BUND und NABU, dessen Funktionärsriege bereits mit den ersten Posten in der Nationalparkkoordinierungsstelle versorgt worden seien.
Bild oben links:
Ralph Gerdes lädt zum Symposium von Nationalpark-Gegnern in Detmold-Berlebeck ein.
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