Zweiter Runder Tisch Nationalpark Teutoburger Wald
Kreis Lippe - Zum zweiten Mal haben sich verschiedene Akteure in der Diskussion um den Nationalpark Teutoburger Wald an einen Tisch gesetzt.
Nach dem Auftakttreffen im vergangenen November und daraus resultierenden Arbeitskreistreffen im Frühjahr stellte das vom Land NRW beauftragte Moderationsbüro jetzt erste Ergebnisse aus den acht Arbeitskreisen vor und erörterte das weitere Vorgehen im Nationalparkdialog.
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„Ein Thema von großer Tragweite für eine Region bringt immer Diskussionen von Befürwortern und Gegnern mit sich. Dennoch soll ein konstruktiver und sachlicher Diskurs geführt werden, um für Lippe die beste und nachhaltigste Lösung zu finden“, definierte Landrat Friedel Heuwinkel das Ziel des Zweiten Runden Tisches.
„In den Arbeitskreisen haben sowohl Befürworter als auch Gegner Wünsche und Befürchtungen zu ganz unterschiedlichen Themen geäußert, die bereits erste Tendenzen für die weitere Planung erahnen lassen“, erklärte Dr. Ute Röder, Fachbereichsleiterin Umwelt und Energie beim Kreis Lippe. Dr. Martin Woike vom NRW-Umweltministerium (MUNLV) führte aus, dass sich die Landesregierung mit dem neuen Koalitionsvertrag weiterhin für die Einrichtung eines Nationalparks in Ostwestfalen-Lippe stark mache und die regionale Initiative weiterhin unterstütze.
Aus dem zweiten Runden Tisch sind am Abend nach sehr sachlicher Diskussion und der Auswertung der bisherigen acht Arbeitskreise sechs neue Arbeitskreise zu den Themen Regionale Profilierung, Besucherlenkungs- und Wegekonzept, Forst- und Jagdfragen, Naturschutzfachliche Grundlagen, Holzwirtschaft sowie Umweltbildung gebildet worden.
Die Mehrheit der Anwesenden war der Meinung, dass auch ohne eine im Detail feststehende Kulisse viele grundsätzliche Fragen wie etwa Ansprüche an die Feizeitnutzung, die Jagd, die Brennholznutzung oder die regionale Entwicklung bereits jetzt zu bearbeiten sind. "Wir hätten uns gewünscht, dass bei den Kritikern auch die Vertreter der Bürgerbewegung und der Waldbauern vertreten wären, um nicht nur in der Presse übereinander sondern sachorientiert miteinander zu diskutieren. Diese beiden Gruppen haben leider nicht teilgenommen", bedauerte Dr. Röder.
In den Arbeitskreisen sollen künftig Fragen auf fachlicher Ebene geklärt werden, die in aus den Arbeitskreisen gebildeten Kernteams vorbereitet werden. Darüber hinaus sollen Experten aus verschiedenen Bereichen eingeladen werden, die zu Fachthemen referieren und dem interessierten Publikum Rede und Antwort stehen. Hier sollen Experten von sowohl von Gegnern und als auch von Befürwortern benannt und eingeladen werden.
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