Klimafreundliche Investmentfonds
Kreis Lippe - Klimafreundliche Investmentfonds wollen die Umwelt schützen. Die Fondsmanager investieren deshalb das Geld der Anleger lieber in die Wasseraufbereitung oder ökologische Landwirtschaft als in umweltschädliche Branchen wie die Luftfahrt- und Automobilindustrie.
„Aber Investitionen in Umweltschutz bergen auch Risiken", warnt die Verbraucherzentrale NRW: „Der Markt für klimafreundliche Investmentfonds bewegt sich noch auf niedrigem Niveau.“ Viele Produkte sind neu und verfügen über ein vergleichsweise kleines Geld-Volumen. Zahlreiche Fonds mit Schwerpunkt Klimaschutz haben in den vergangenen fünf Jahren Verluste gemacht, teilweise über zehn Prozent.
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Auf der anderen Seite bieten die Fonds Chancen zur Wertsteigerung, weil sie in Aktien mit Wachstumspotential wie erneuerbare Energien investieren. Klima-Fonds sind deshalb vor allem als Beimischung fürs eigene Depot geeignet. Wer als Anleger klimafreundlich investieren will, sollte hierzu folgende Tipps der Verbraucherzentrale NRW berücksichtigen:
• Anlagestrategie des Fonds erkennen:
Fondsmanager investieren das Geld der Anleger in eine Vielzahl von Ländern, Branchen und Unternehmen. Dadurch sollen Kurseinbrüche innerhalb einer Branche oder bei einzelnen Unternehmen aufgefangen und das Risiko der Geldanlage verringert werden. Klimafreundliche Investmentfonds schränken die Anlagemöglichkeiten auf Produkte der Klima-Branche ein. Durch diese Verengung bergen sie ein höheres Risiko, als Investmentfonds, die keinen Beschränkungen unterliegen.
• Die historische Wertentwicklung berücksichtigen:
Eine mehrjährige positive Wertentwicklung (Performance) ist zwar keine Gewähr für künftige Kurssteigerungen. Dennoch sollten Anleger darauf achten, dass sie solche Fonds auswählen, die über mehrere Jahre überdurchschnittliche Renditen erzielt haben. Käufer sollten stets die Wertentwicklung des Investmentfonds seit seiner Auflage betrachten. Kürzere Zeiträume können über die wahre Entwicklung hinwegtäuschen.
• Auf Fonds-Kosten achten:
Die Ausgaben beim Kauf und für die Verwaltung schmälern die Rendite. Beim Erwerb von Anteilen eines Investmentfonds müssen Anleger einen Ausgabeaufschlag zahlen. Daneben berechnen Fondsgesellschaften jedes Jahr Verwaltungs- und Managementgebühren. Einige der laufenden Kosten werden durch die Gesamtkostenquote TER („Total Expense Ratio“) zusammengefasst. Liegt die TER beispielsweise bei zwei Prozent, muss der Fonds jährlich im Schnitt auch mindestens zwei Prozent Wertgewinn erwirtschaften, um die laufenden Kosten zu decken. Doch Vorsicht! Die Aussagekraft der TER ist begrenzt, da sie nicht alle Kosten erfasst.
• Volumen und Auflagedatum im Blick haben:
Investmentfonds mit kleinem Vermögen können in eine Schieflage geraten, wenn zu viele Anleger kurzfristig Anteile verkaufen wollen. Wer einen Klima-Fonds kauft, sollte deshalb auf ein ausreichend stabiles Fondsvermögen achten. Auch lohnt ein Blick auf das Auflagedatum. Bei jungen Investmentfonds fehlen Erfahrungswerte hinsichtlich Performance und Risikofaktoren.
Weitere Informationen zu klimafreundlichen Geldanlagen gibt`s im Internet unter http://www.vz-nrw.de/oeko-investments oder in der kostenlosen Broschüre: „Klimabewusst Geld anlegen", die in den Beratungsstellen der Verbraucherzentrale NRW ausliegt.











