BUND Lemgo: Ausgezeichnete BIO-AG der Freiligrath-Realschule
Lage (Kreis Lippe) - Wegen ihres Engagements bei der Schulhofgestaltung, der Erstellung und Anbringung von Nisthilfen für Fledermäuse und Vögel wurde jetzt die BIO- und Gartenbau-AG der Freiligrath-Realschule von der Lemgoer Ortsgruppe im Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland ausgezeichnet.
Zur Belohnung gab es für die kleine Streuobstwiese auf dem Schulgelände einen Apfelbaum der Sorte Tannenkrüger. Willi Hennebrüder vom BUND Lemgo erklärte dann auch warum man diese Sorte gewählt hat. Es handelt sich um eine lokale Sorte, die um 1905 auf dem Tannenhof in Leopoldshöhe entstanden ist.
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Vermutlich ist sie ein Sämling der Goldparmäne, allerdings viel robuster und kaum anfällig gegen Krankheiten. Von daher ideal für eine Streuobstwiese geeignet.
Die Mitglieder der BIO-AG packten bei der Pflanzung mit an und erfuhren dabei so ganz nebenbei, was dabei so zu beachten ist. So muss die Veredlungsstelle oberhalb des Erdreichs sein und im ersten Jahr muss darauf geachtet werden dass der Baum bei längerer Trockenheit auch zusätzlich Wasser bekommt weil die Wurzelmasse noch zu klein ist. Dazu zeigte Willi Hennebrüder noch den Pflanzschnitt, wobei die Triebe auf einen etwas höheren Mitteltrieb und 3 bis maximal 5 Seitentriebe reduziert werden damit ein stabiles Grundgerüst entsteht. Demonstriert wurde auch wie eine Sortenveredlung möglich ist.
Solche Kenntnisse waren ehemals Voraussetzung für eine Anstellung eines Lehrer an einer Schule und die Lehrer der BIO-AG Ula Schulze-Geißler, Stefan Nerstheimer und Wolfgang Somsen wollen dies dann auch später einmal mit den Schülerinnen und Schülern ausprobieren und mehrere Apfelsorten auf einem Baum veredeln. Da sind auch die Schüler gespannt, ob dies den Lehrern gelingen wird.
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