Cornelius Gurlitt erhält Teil der entdeckten Bilder zurück

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Augsburg – Im Fall des spektakulären Münchner Kunstfunds kann der Kunsthändler-Sohn Cornelius Gurlitt auf eine baldige Rückgabe eines Teils der beschlagnahmten Bilder hoffen.

Die Staatsanwaltschaft Augsburg erklärte, die “zweifelsfrei” zu seinem Eigentum zählenden Werke sollten ihm “unverzüglich” zur Rücknahme angeboten werden. Zunächst muss aber die Herkunft der Bilder bestimmt werden, da es sich bei einem Teil der Bilder um NS-Raubkunst handeln soll.

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Der Leitende Augsburger Oberstaatsanwalt Reinhard Nemetz bezeichnete es als von “zentraler Bedeutung, dass NS-verfolgungsbedingt entzogene Kunstwerke identifiziert werden”. So könnten etwaige frühere Eigentümer ihre Rechte wahrnehmen. Zugleich ermögliche die Bestimmung der Herkunft auch die Identifizierung der “zweifelsfrei im Eigentum des Beschuldigten stehenden Kunstwerke”. Die Taskforce zur Recherche der Herkunft der Bilder habe er darum gebeten, “mir gerade diese Kunstobjekte so schnell wie möglich zu benennen”.

In der Wohnung Gurlitts waren im vergangenen Jahr mehr als 1400 Kunstwerke gefunden worden. Sie sollen teils aus NS-Raubkunst stammen, könnten zum Teil aber auch zu der privaten Sammlung von Gurlitts Vater gehören. Die komplizierte Aufklärung der Besitzverhältnisse hat die Staatsanwaltschaft Augsburg übernommen. Gurlitt will die Werke, darunter viele Meisterwerke, zurück.

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